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Was bisher geschah - die Geschichte des Kurfürstendamm

Die um 1680 errichtete Verbindung vom Jagdschloss im Grunewald zum Berliner Tiergarten, führte die kurfürstlichen Reiter um den Kurfürsten Joachim II. Als Churfürstendamm erstmals 1685 auf einer Karte erwähnt, glich die heutige Shoppingmeile damals eher einem Provisorium. Rundhölzer befestigten den Knüppeldamm durch sumpfiges Gebiet. 1871 nahm sich ein weiterer Fürst der Gestaltung an. Otto von Bismarck wollte entgegen der ursprünglichen Planung, den Ku’damm als Wohnstraße zu nutzen, „einen großzügigen Ausbau“ vornehmen, um Berlin für den zu erwartenden Bevölkerungszuwachs zu rüsten. Der Ausbau sollte sich architektonisch und kulturell am französischen Vorbild, der Champs-Elysées, orientieren. Bis zum Jahr 1883 standen Bismarcks Vorhaben viele Widrigkeiten, wie fehlendes Investoreninteresse, im Wege. Doch als im Jahre 1886 der Bau der Dampfstraßenbahn vom Zoologischen Garten bis zum Halensee abgeschlossen ist, ist der Anfang der glamourösen Geschichte des Ku’Damm gemacht. Nach Inbetriebnahme der Straßenbahn folgte die Bebauung mit Mietshäusern und Villen zwischen Landwehrkanal und Zoologischem Garten sowie der Tauentzienstraße. Doch auch ein kaiserlicher Entschluss beeinflusst bis heute das Bild des Ku’damm. Wilhelm II plante den Bau einer Kirche zum Gedenken an seinen Großvater Wilhelm I. Im Jahre 1895 wird die Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche mit großer Präsenz der Militärs eingeweiht. Das Antlitz der bis 1905 neu entstandenen Gebäude wurde von Kritikern als „Kurfürstendammarchitektur“ bezeichnet. Darunter verstand man eine überladene und geschmacklose Architektur, die rein repräsentativen Zwecken diente.

Aufgrund vieler jüdischer Anwohner des Kurfürstendamms wurde 1912 in der Fasanenstraße die große Synagoge eröffnet. An dieser Stelle ist heute das jüdische Gemeindezentrum zu finden.

Im Jahre 1907 eröffnete das legendäre Kaufhaus des Westens, ein Projekt von Adolf Jandorf. Dazu kamen zahlreiche Cafés, Restaurants, Theater und Kinos. So war die einst von Bismarck erdachte Funktion als Treffpunkt für Kultur und Vergnügung fast wahr geworden. Eines dieser Cafés, das „Café des Westens“ erfreute sich wachsender Beliebtheit bei Schriftstellern, Schauspielern und anderen intellektuellen Prominenten. Neben der Erörterung kreativer Themen wurde der erste Weltkrieg scharf kritisiert. Pazifisten frönten hier entgegen dem gesellschaftlichen Konsens einen losgelösten Lebensstil. Im Laufe des Krieges zerfiel der vielversprechende Traum des wegweisenden Leben am Ku’damm, denn auch hier kämpfte man mit den Entbehrungen im Alltag.

Mit Beginn der goldenen Zwanziger erwachte der frühere Geist des Revolutionären erneut. Das exzessive Leben am Boulevard findet auch in Peepshows und zwielichtigen Etablissements statt. Die Gegend um die westlichen Einkaufs- und Vergnügungsmeile spaltete die Meinungen erneut. Viele sahen hier die Chance sich als weltoffenes, modernes und innovatives Viertel Berlins einen Namen zu machen. Kritiker hingegen interpretierten diese Entwicklung als undeutsch und eine unnötige Präsentation von Verschwendung und Dekadenz.

Nichtsdestotrotz wollten viele große Unternehmen an diesem Standort präsent sein. 1927 richtete der Rennfahrer Caracciola eine Mercedes Filiale ein. Außerdem öffneten immer mehr Kinos ihre Tore und so stieg die Gegend in der Gunst vieler begeisterter Cineasten. Auch die großen Filmfestspiele, heutzutage am Potsdamer Platz,fanden unter der Teilnahme von Stars wie Henry Fonda, Sophia Loren, Walt Disney und vielen anderen internationalen Schauspielern statt. Es folgte die Eröffnung des heute noch am Ku’damm ansässigen Café Kranzler in 1932.

Der zweite Weltkrieg zerstörte neben vielen Wohnhäusern nicht nur die Gedächtniskirche, sondern auch den Lichthof des KaDeWe.

Zwei Jahre nach Kriegsende sollte mithilfe einer Umfrage unter Bürgern die Zukunft der Ruine der Gedächtniskirche festgelegt werden. Die Mehrheit der Berliner stimmte für den Erhalt. Nach einer Idee von Egon Eiermann wurde die Kirche neu aufgebaut und Teile der Ruine erhalten. Heute noch zu sehen: Der beschädigte Turm, der „faule Zahn“, wie Eiermann ihn nannte.

Durch die hohe Dichte an avantgardistischer Bevölkerung und Bürgern alliierter Herkunft wurde der Ku’damm nach der Teilung Deutschlands Schauplatz vieler Demonstrationen. Man revoltierte gegen den Vietnamkrieg, die Ermordung Martin Luther Kings und die Besetzung der damaligen Tschechoslowakei. Auch hochrangiger Politadel zeigte Präsenz in der City West - John F. Kennedy, Elisabeth II, Neil Armstrong – um nur einige zu nennen.

Doch all die Anwesenheit schillernder, internationaler Gäste täuschte nicht über den frivolen Beigeschmack der Vergnügungsmeile hinweg. Man war bemüht, das gewonnene Image abzustreifen um sich wieder einen Namen als Kunstmeile zu machen. Die so genannte "City Kommission" gründete 1984 eine Arbeitsgruppe, die es sich zum Ziel gemacht hatte, den Ku’damm lukrativer für Investoren zu gestalten. Erstes Resultat des erarbeiteten Regelwerkes war das Aufstellen der Hardenberg Leuchten. Außerdem findet seitdem jährlich ein Weihnachtsmarkt zwischen KaDeWe und Gedächtniskirche statt. Und tatsächlich wurde wieder in die in Verruf geratene Gegend investiert. Im Jahre 1988 kam dann das oftmals umbenannte Kurfürstendammfest als alljährlicher Termin hinzu.

Nach dem Fall der Mauer fanden Touristen seltener den Weg in die City West. Man besuchte jetzt den Potsdamer Platz, das Brandenburger Tor, die Friedrichstraße und die Paradestraße Unter den Linden. Doch aus Sightseeing-Prospekten ist der Ku’damm lange nicht wegzudenken! Denn das KaDeWe, der Zoologische Garten, die vielen Theater und der neueröffnete Zoopalast locken mit einem ganz besonderen Flair.



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